Zuverlässigkeit und Robustheit von Holztragwerken

Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Frangi

Im Bauwesen hat Holz eine langjährige Tradition. Holz als Baustoff hat in den letzten Jahren sein Nischendasein verlassen und sich zu einem innovativen Baumaterial mit grossem Potenzial für die Zukunft entwickelt. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass die noch nicht ausgereizten Möglichkeiten der Holzbauweise für das nachhaltige Gebäude der Zukunft unverzichtbar sind.

Das Forschungsprojekt umfasst Anteile im Bereich des Ingenieurholzbaus und die Weiterentwicklung von geplanten Holz-Hochhäusern. Durch die verschiedenen Dimensionen und Aufgaben stellen sich die Fragen in der Planung und in der Tragwerkskonzeption von Holz-Hochhäusern spezifischer als im normalen Ingenieuralltag. Dies gilt insbesondere für die Zuverlässigkeit und Robustheit der Tragkonstruktion. Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung von zuverlässigen, experimentell und theoretisch abgesicherten Bemessungsgrundlagen und konstruktiven konzeptionellen Massnahmen, um ausreichende Robustheit von Hochhäusern in Holzbauweise zu erreichen; dabei kommt der Frage der Zuverlässigkeit und Duktilität von Verbindungen eine entscheidende Bedeutung zu.

Das Forschungsprojekt schafft heute fehlende Grundlagen für ein vertieftes Verständnis des globalen Tragverhaltens von Holztragwerken sowie deren zuverlässige, duktile und robuste Bemessung. Dadurch werden die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und damit das Anwendungspotenzial des nachwachsenden Holzes als Baumaterial gesteigert. Das Projekt liegt in der strategischen Ausrichtung der Forschungen zur Entwicklung von Grundlagen für die sichere und wirtschaftliche Bemessung von Tragwerken aus Holz. Für die Durchführung des Forschungsvorhabens verfügt die Forschungsgruppe um Prof. Andrea Frangi über eine ausgezeichnete versuchstechnische Infrastruktur und erfahrene Mitarbeitende, die es möglich machen, die Forschungsziele effizient zu erreichen.

Die Albert Lück-Stiftung trägt massgeblich dazu bei, dass dieses Projekt innert vier Jahren erfolgreich umgesetzt und im Jahr 2022 abgeschlossen werden kann.